Chronische Krankheiten

Krankheiten & Symptome:

  • Diabetes Mellitus und Folgeerkrankungen
  • Chronische Verdauungsbeschwerden
  • Magen-Darmerkrankungen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Herzrhythmus-Störungen
  • Bluthochdruck (Hypertonus)
  • Durchblutungsstörungen
  • Haut- und Haarerkrankungen
  • Haarausfall (Alopezie)
  • Pilzerkrankung (Candidose)
  • Schuppenflechte (Psoriasis)
  • Erkrankungen des Hormonsystems
  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
  • Erkrankung des Hormonsystems
  • Häufige Blasenentzündungen (Cystitis)
  • chronische Bronchitis
  • Asthma
  • Alkohol- und Drogenabhängigkeit

 

„Chronisch krank“ sein – was bedeutet das?

Spricht man von einer chronischen Erkrankung, versteht man darunter eine sich langsam entwickelnde bzw. schleichend verlaufende, schwer heilbare Krankheit oder Einschränkung der Gesundheit. Diese erstreckt sich über einen längeren Zeitraum als vier Wochen. Dabei kann die Grenze zwischen Gesundheit und Krankheit durchaus fließend sein – auch eine längerdauernde Störung der Gesundheit, die zu einer Leistungseinschränkung führt, kann hierbei als Krankheit gesehen werden.

 

Wir unterscheiden zwischen vier Arten von chronischem Leiden:

  1. Chronische, schwer heilbare Krankheit
  2. Leistungsmindernde Einschränkung der Gesundheit oder auch latente Erkrankung (es zeigen sich in diesem Fall keine starken Krankheitserscheinungen)
  3. Mehrfacherkrankung einer Person oder Multimorbidität
  4. Chronisch rezidivierende Krankheit (wiederkehrend, z.B. Allergien, die abhängig von Jahreszeiten sind)

 

Die Punkte 1, 2 und 3 fassen wir im Folgenden allgemein unter dem Schwerpunkt „Chronische Erkrankungen“ zusammen, da auch länger anhaltende Einschränkungen der Gesundheit, wenn sie nicht behandelt werden, letztendlich in Krankheit münden können. Der Begriff der Prävention und Früherkennung spielt daher auch hier eine große Rolle.

 

Behandelbare chronische Krankheiten und Störungen

Im Zentrum Dr. med. Angeli Neter haben wir Behandlungsprogramme für eine Vielzahl von chronischen Gesundheitsstörungen und Erkrankungen entwickelt. Einige häufige Beispiele:

  • Allergien und Unverträglichkeiten (Lebensmittelunverträglichkeiten, diverse Allergien)
  • Verdauungsbeschwerden (z.B. Magen-Darmerkrankungen)
  • Depressionen und Angststörungen unterschiedlicher Ursachen und Schweregrade
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen)
  • Erschöpfungszustände (chronisches Erschöpfungssyndrom, Burn-Out)
  • Belastungsreaktionen (z.B. Posttraumatische Belastungsstörung)
  • Haut- und Haarerkrankungen (z.B. Neurodermitis, Alopezie)
  • Schmerzen (z.B. Rückenschmerzen, Migräne)
  • Erkrankungen des Hormonsystems, z.B. Erkrankung der Schilddrüse, Störung im Bereich der Botenstoffe für die Nerven (stressbedingte und stressabhängige Störungen)
  • Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes Mellitus)

 

Chronische Erkrankungen und ihre Folgen

Krankheiten, die chronisch verlaufen, führen bei Betroffenen aufgrund ihrer schleppenden Langwierigkeit zu großer Belastung, die sich als Stress äußern kann. Weitere allgemeine Langzeitauswirkungen von chronischen Belastungen sind:

  • Einschränkung des Wohlbefindens
  • Veränderte Körperintegrität
  • Veränderung des Selbstkonzepts
  • Neues Körperschema
  • Verlust der Kontrolle über das Leben
  • Wanken des emotionalen Gleichgewichtes
  • Verunsicherung hinsichtlich sozialer Rollen und Aufgaben
  • Muss sich auf eine neue Situation einstellen
  • Bedrohung des Lebens

 

Auch an Lebensqualität müssen Betroffene durch Schmerz, Behinderungen sowie Medikamenteneinnahme und diesbezüglicher Nebenwirkungen deutlich einbüßen.

 

Unser Spezialgebiet: Wie wir chronische Erkrankungen behandeln

Die Behandlung von chronischen Krankheiten ist unser Spezial- und Hauptgebiet in der integrativen Medizin. Dieser Bereich bindet den Zusammenhang von Körper und Geist in die Therapie mit ein. Dabei legen wir außerdem einen großen Schwerpunkt auf die Langzeitwirkung unserer integrativ-medizinischen Behandlungsprogramme, die als mentale und körperliche Stärkungstherapien verstanden werden können.

 

Wir nutzen modernste, schulmedizinische Diagnoseverfahren wie Laborwerte, Tests und Untersuchungen, um die Ursache chronischer Erkrankungen und Gesundheitsstörungen zu identifizieren. Nicht selten ist der Auslöser Stress.

 

Im Anschluss stellen wir gemeinsam einen individuellen Behandlungsplan auf, in den wir je nach Art und Schweregrad der Krankheitsfälle Komponenten aus unseren Bereichen SES, Mind & Body Medizin, Ayurveda und Naturheilkunde integrieren. Zur Therapie gehören außerdem regelmäßige ärztliche Gespräche mit Dr. med. Angeli Neter sowie die Teilnahme an speziellen Kursen und Seminaren – beispielsweise Grundlagen der Meditation oder Healing Yoga, wo Sie körperliche und mentale Übungen zur Stärkung der Gesundheit, des Selbstwertgefühls und zum Erhalt der emotionalen Balance erlernen. Dabei steht die sofortige Schmerzlinderung und Langzeitwirkung der Behandlung im Vordergrund.

 

Da Faktoren wie Ernährung, Lebensweise und Emotionen entscheidend für den Krankheitsverlauf sind, erhalten Sie in unseren Kursen und Seminaren zusätzlich individuelle Empfehlungen für Ihren Mind-Body-Typus.

 

Warum integrative Medizin bei chronischen Krankheiten?

Menschen, die chronisch erkrankt sind, müssen im Laufe ihrer Krankheit in der Regel starke Medikamente einnehmen. Mit dieser Einnahme gehen oft Nebenwirkungen oder unerwünschte Arzneimittelwirkungen einher. Erschreckend: Überträgt man die Daten einer Studie aus Norwegen auf Deutschland, so sterben jedes Jahr mehr als 50.000 Menschen an solchen unerwünschten Arzneimittelwirkungen[1].

 

Die integrative Medizin, wie sie in unserem Gesundheitszentrum praktiziert wird, legt ihren Fokus auf die Selbstheilungskräfte der Patienten und zeichnet sich durch einen geringen Einsatz von Medikamenten aus: So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig.

 

Wer also das Risiko für Nebenwirkungen senken möchte, kann im Rahmen der integrativen Medizin, Mind & Body Medizin und der SES-Methode den Medikamenteneinsatz erheblich senken und trotzdem Heilung bzw. Linderung erfahren. Dies gilt eben besonders bei chronischen Erkrankungen und Gesundheitsstörungen.

 

[1] Abgewandelt zitiert nach Unerwünschte Arzneimittelwirkungen, ifap@PRAXIS, 2007, dort zitiert nach Sonja Böhm, Einführungspressekonferenz i:fox (R), 1. August 2006, Berlin, Veranstalter: ifap GmbH.

 

 

Studien zur medizinischen Wirkung von Yoga Therapie

 

Yoga-Therapie zur Vor- und Nachsorge bei Bluthochdruck und Herzinfarkt

Cramer H, Lauche R, Paul A, Langhorst J, Michalsen A, Dobos G: Mind-body medicine in the secondary prevention of coronary
heart disease—a systematic review and meta-analysis. Dtsch Arztebl Int 2015; 112: 759–67 MEDLINE PubMed Central

 

Yoga-Therapie für die Gesundheit und zur Vorsorge

Monk-Turner E, Turner C: Does yoga shape body, mind and spiritual health and happiness: differences between yoga practitioners and college students. Int J Yoga 2010; 3: 48–54 CrossRef MEDLINE PubMed Central

 

Yoga-Therapie bei Burnout und Erschöpfung

Ross A, Thomas S: The health benefits of yoga and exercise: a review of comparison studies. J Altern Complement Med 2010; 16: 3–12 CrossRef MEDLINE

 

Cramer H, Ward L, Saper R, Fishbein D, Dobos G, Lauche R: The safety of yoga: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Am J Epidemiol 2015; 182: 281–293 CrossRef MEDLINE

 

McCall MC: How might yoga work? An overview of potential underlying mechanisms. J Yoga Phys Ther 2013; 3: 130. doi: 10.4172/2157–7595.1000130 CrossRef

 

Pabst SEP: Die Wirksamkeit von Yoga bei psychischen Störungen Erwachsener: Eine Meta-Analyse randomisierter Studien. Diplomarbeit. Jena: Friedrich-Schiller-Universität Jena 2011.

 

Knobben S: A meta-analysis of the effectiveness of yoga on mental health: taking on a dual perspective reflecting the medical and positive perspective of mental health. Masterarbeit. Niederlande: Universität Twente 2013. http://essay.utwente.nl/63524/ (last accessed on 20 July 2015).

 

Yoga-Therapie bei Übergewicht, Magersucht, Bulimie und Essstörungen

McIver S, O’Halloran P, McGartland M: Yoga as a treatment for binge eating disorder: a preliminary study. Complement Ther Med 2009; 17: 196–202 CrossRef MEDLINE

 

Yoga-Therapie bei Depression und Angst

Qureshi NA, Al-Bedah AM: Mood disorders and complementary and alternative medicine: a literature review. International Neuropsychiatric Assoc 2013; 9: 639–58 CrossRef

 

Piet J, Hougaard E: The effect of mindfulness-based cognitive therapy for prevention of relapse in recurrent major depressive disorder: A systematic review and meta-analysis. Clin Psychol Rev 2011; 31: 1032–40 CrossRef MEDLINE

 

Cramer H, Lauche R, Langhorst J, Dobos G: Yoga for depression: a systematic review and meta-analysis. Depress Anxiety 2013; 30: 1068–83 CrossRef MEDLINE

 

Gong H, Ni C, Shen X, Wu T, Jiang C: Yoga for prenatal depression: a systematic review and meta-analysis.
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Parthasarathy S, Jaiganesh K, Duraisamy: Effect of integrated yoga module on selected psychological variables among women with anxiety problem. West Indian Med J 2014; 63: 83–5.

 

Sarubin N, Nothdurfter C, Schule C, et al.: The influence of Hatha yoga as an add-on treatment in major depression on hypothalamic-pituitary-adrenal-axis activity: a randomized trial. J Psychiatr Res 2014; 53: 76–83 CrossRef MEDLINE

 

Woolery A, Myers H, Sternlieb B, Zeltzer L: A yoga intervention for young adults with elevated symptoms of depression. Altern Ther Health Med 2004; 10: 60–3 MEDLINE

 

Yi-Huan L, Jun-Qing W, Hua-Na Z: Study for the effects on negative emotion and self-efficacy for patients with depression by YOGA relaxation training. Journal of Nurses Training 2010; 23: 2125–7.

 

Kinser PA, Bourguignon C, Whaley D, Hauenstein E, Taylor AG: Feasibility, acceptability, and effects of gentle hatha yoga for women with major depression: findings from a randomized controlled mixed-methods study. Arch Psychiatr Nurs 2013; 27: 137–47 CrossRef MEDLINE PubMed Central

 

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Mehta P, Sharma M: Yoga as a complementary therapy for clinical depression. Complement Health Pract Rev 2010; 15: 156–70.

 

 

Yoga-Therapie bei Stress, Trauma und für den Schlaf

Afonso RF, Hachul H, Kozasa EH, et al.: Yoga decreases insomnia in postmenopausal women: a randomized clinical trial. Menopause 2012; 19: 186–93 CrossRef MEDLINE

 

Carter JJ, Gerbarg PL, Brown RP, et al.: Multi-component yoga breath program for Vietnam veteran post traumatic stress disorder: randomized controlled trial. J Trauma Stress Disord Treat 2013; 2: 1–10 CrossRef

 

Mitchell KS, Dick AM, DiMartino DM, et al.: A pilot study of a randomized controlled trial of yoga as an intervention for PTSD symptoms in women. J Trauma Stress 2014; 27: 121–8 CrossRef MEDLINE

 

van der Kolk BA, Stone L, West JI, et al.: Yoga as an adjunctive treatment for posttraumatic stress disorder: a randomized controlled trial. J Clin Psychiatry 2014; 75: e559–65 CrossRef MEDLINE

 

 

Yoga-Therapie bei Störungen der Gesundheit und psychosomatischen Krankheitsbildern

Dick AM, Niles BL, Street AE, DiMartino DM, Mitchell KS: Examining mechanisms of change in a yoga intervention for women: the influence of mindfulness, psychological flexibility, and emotion regulation on PTSD symptoms. J Clin Psychol 2014; 70: 1170–82 CrossRef MEDLINE

 

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National Center for Complementary and Alternative Medicine: About yoga. http://nccam.nih.gov/health/yoga/ (last accessed on 20 July 2015).

 

Grossman P, Niemann L, Schmidt S, Walach H: Mindfulness-based stress reduction and health benefits. A meta-analysis. J Psychosom Res 2004; 57: 35–43 CrossRef

 

 

Alkohol- und Drogenabhängigkeit

Hallgren M, Romberg K, Bakshi AS, Andreasson S: Yoga as an adjunct treatment for alcohol dependence: a pilot study. Complement Ther Med 2014; 22: 441–5 CrossRef

 

Raina N, Chakraborty PK, Basit MA, Samarth SN, Singh H: Evaluation of yoga therapy in alcohol dependence syndrome. Indian J Psychiatry 2001; 43: 171–4.

 

Shaffer HJ, LaSalvia TA, Stein JP: Comparing hatha yoga with dynamic group psychotherapy for enhancing methadone maintenance treatment: a randomized clinical trial. Altern Ther Health Med 1997; 3: 57–66 MEDLINE

 

Zhuang SM, An SH, Zhao Y: Yoga effects on mood and quality of life in Chinese women undergoing heroin detoxification: a randomized controlled trial. Nurs Res 2013; 62: 260–8 CrossRef MEDLINE

 

 

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